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Cannes 2013: "Blue Is The Warmest Colour" gewinnt trotz Sex-Szenen-Kontroverse die Goldene Palme als Bester Film
Von Björn Becher — 26.05.2013 um 19:36
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Die Filmfestspiele von Cannes sind zu Ende, die Preise sind vergeben. Die Jury um Präsident Steven Spielberg und Schauspieler Christoph Waltz zeichnete "Blue Is The Warmest Colour" von Abdellatif Kechiche mit der Goldenen Palme für den besten Film aus. Der Gewinnerfilm wurde wegen seiner expliziten Sexszenen zuvor kontrovers diskutiert.

Mit der Auszeichnung von "Blue Is The Warmest Colour" von Abdellatif Kechiche setzte sich damit auch der Favorit der Filmkritiker durch. Die Vereinigung der Kritiker (FIPRESCI) zeichnete das dreistündige Drama um eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen ebenfalls als besten Film des Wettbewerbs aus. Das auf einem Comic basierende Werk sorgte mit seinen sehr grafischen Sexszenen allerdings auch für einige Kontroversen. Ein Teil des anwesenden Fachpublikums spekulierte, dass der Film deswegen in zahlreichen Ländern nur in einer gekürzten Fassung erscheinen wird.

Hoch gehandelt wurde auch "The Past" von Asghar Farhadi. Schließlich gilt Jury-Präsident Steven Spielberg als großer Fan des iranischen Regisseurs und bezeichnete dessen vorheriges Werk "Nader und Simin - Eine Trennung" mehrfach als besten Film des Jahres 2011. Eine Auszeichnung gab es allerdingss nur für die Hauptdarstellerin: "The Artist"-Star Bérénice Bejo ("The Artist")! Ihr bester männlicher Kollege wurde Altstar Bruce Dern für "Nebraska".

Der Preis für den besten Regisseur ging an Amat Escalante für "Heli". Er ist der zweite Mexikaner in Folge, der diese Auszeichnung erhält. Im Vorjahr gewann sein Landsmann Carlos Reygadas ("Post Tenebras Lux"). Die weiteren Filmpreise gingen "Inside Llewyn Davis" ("Großer Preis der Jury") von Joel und Ethan Coen und "Like Father, Like Son" (Jury-Preis) von Hirokazu Koreeda

Nachfolgend alle Preisträger in der Übersicht:

Die Hauptpreise:

Goldene Palme für den Besten Film:

"Blue Is The Warmest Colour" von Abdellatif Kechiche

Grand Prix:

"Inside Llewyn Davis" von Joel und Ethan Coen

Bester Regisseur:

Amat Escalante für "Heli"

Jury-Preis:

"Like Father, Like Son" von Hirokazu Koreeda

Bestes Drehbuch:

Jia Zhang Ke für "A Touch of Sin"

Bester Darstellerin:

Bérénice Bejo für "The Past"

Bester Darsteller:

Bruce Dern für "Nebraska"

Camera d'Or:

"Ilo Ilo" von Anthony Chen

Bester Kurzfilm:

"Safe" von Moon Byounggon

Die Preise in der Reihe "Un Certain Regard" - vergeben von der Jury um Regisseur Thomas Vinterberg:

Hauptpreis "Un Certain Regard":

"The Missing Picture" von Rithy Panh

Jury-Preis "Un Certain Regard":

"Omar" von Hany Abu-Assad

Regie-Preis"Un Certain Regard":

Alain Guiraudie für "Stranger By The Lake"

"A Certain Talent"-Preis:

Der komplette Cast von "La Jaula de Oro" von Diego Quemada-Diez

"Avenir"-Preis für den besten Erstlingsfilm:

"Fruitvale Station" von Ryan Coogler

Die Filmkritiker-Preise (FIPRESCI) - vergeben von der Jury um Klaus Eder vom Bayerischen Rundfunk:

Bester Film, Wettbewerb:

"Blue Is The Warmest Colour" von Abdellatif Kechiche

Bester Film, Un Certain Regard:

"Manuscripts Don't Burn" von Mohammad Rasoulof

Bester Film, Nebenreihen:

"Blue Ruin" von Jeremy Saulnier (gezeigt in "Directors' Fortnight")

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Kommentare
  • P14INVI3VV
    Ich bin gespannt
  • ShAd_1337
    kommt zeitnah eine kritik zu "blue is the warmest colour"?bin mächtig gespannt auf den film. sieht sehr interessant aus.
  • saintken
    Schade, dass nicht erklärt wird, was an besagter Sexszene nun so kontrovers gewesen sein soll...--Was ich eben auf anderen Seiten erfahren durfte."La vie d'Adèle" handelt von zwei Lesben und besagte Szenen erklären sich aus dem Umstand von selbst. Angesichts der Demonstrationen in Paris gegen die Homo-Ehe ist die Auszeichnung dieses Films als klares Statement zu sehen. Etwas mehr Hintergund hätte ich von falmouthhistoricalsociety.org schon erwartet.
  • Bj?rn Becher
    @Saint Ken: In der Nachricht steht sogar zwei Mal drin, was so kontrovers war und zwar, dass die Sexszenen sehr grafisch und explizit war, so dass sogar spekuliert wird, dass er in manchen Ländern nicht ungekürzt erscheinen wird.
  • saintken
    @Björn Becher: Es liegt in der Natur der Sache, dass kontroverse Sexszenen grafisch und explizit sind. Das ist also keine Erklärung, was an diesen Sexszenen so besonders sein soll, da Cannes bekannterweise einen recht unbefangenen Umgang mit diesem Thema hat und nicht als prüde gilt. Eine genauere Erklärung ist daher schon vonnöten. Dass diese Kontroverse in der Homosexualität der Szenen begründet liegt, ist das entscheidende Detail, das unterschlagen wird. Dass der Film gekürzt werden soll, wird vor allem an dessen Länge von drei Stunden liegen. Es würde kommerziell keinen Sinn machen, speziell die Sexszenen aus einem Lesbenfilm zu schneiden, wenn das Publikum doch ausdrücklich Kinokarten für einen Film über lesbische Liebe gekauft hat.
  • Bj?rn Becher
    "kontrovers diskutiert" bedeutet, dass der Film unterschiedlich aufgenommen wurden. Und diejenigen, die den Film negativ kritisiert haben, haben dies mit der grafischen Darstellung der Szenen begrünet und nicht damit, dass es zwei Frauen sind. Und es steht nirgends, dass der Film gekürzt wird und ganz sicher nicht wegen der Länge. Es geht darum, dass einige Kritiker davon ausgehen, dass es die Sexszenen - auch wieder wegen der grafischen Darstellung - nicht in allen Ländern durch die Altersfreigabe schaffen- Also wenn der Film schlussendlich gekürzt wird, dann sicher genau an diesen Stellen.
  • saintken
    @Björn Becher: Nun, da der Film eindeutig Publikums- und Kritikerfavorit war, war er offensichtlich nicht wirklich so umstritten. Protestiert hat bisher auch noch niemand gegen seine Auszeichnung.Dass die Kontroverse von der Sexualität der Protagonistinnen ausgeht, kann man an den Überschriften der Artikel über den Film und zur Kontroverse erkennen. Nirgends ist von Sexfilm (da "grafische Sexszenen"), sondern überall "Lesbenfilm" oder "Film über lesbische Liebe" die Rede. Eben jenes Detail, was auf dieser Seite fehlt. Dass der Film aufgrund der Länge gekürzt wird, ist meine Spekulation und erscheint mir nachvollziehbar. Dass dabei auch Sexszenen abhanden gehen können, stelle ich nicht infrage. Es wird von den Ländern abhängen, in die der Film verliehen wird. Allerdings werden weniger liberale Filme wohl kaum ein Interesse an dem Film haben.
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